Bahnausbau München – Mühldorf – Freilassing ABS 38

Ewige Versprechen zum Erdinger Ringschluss, Walpertskirchener Spange, der S- Bahn München u. dem Chemiedreieck

Klaus- Dieter Josel spöttisch ausgelacht: Bayerns Bahnchef und seine Langzeit-Baustellen!

Sonntag 15. Januar 2012 von Redaktion 1

Klaus- Dieter Josel: Bayerns Bahnchef, Konzernbevollmächtigter der Bahn AGAm 11. Januar 2012 war Tilmann Schöberl vom Bayerischen Fernsehen mit seinem Team der Sendung „Jetzt red i“ in der Oberpfalz unterwegs. Diesmal ging es um die Probleme der BürgerInnen aus Mitterteich im Landkreis Tirschenreuth.

Früher war „jetzt red i“ spannender, mussten doch die Politiker sofort vor Ort Stellung beziehen. Heute geschieht dies Tage später im Studio des Rundfunks in München, nur wenige auserwählte Bürger sitzen dann in der Sendung als Zuschauer.

In Mitterteich gab es Fragen zu einem Bahnprojekt. Wann man denn nun endlich davon ausgehen könnte, dass die Bahn hier tätig werde? Für die Bahn sprach Bayerns Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern, Klaus- Dieter Josel.

Josel führte aus, dass bis zum Jahr 2015 für das angesprochene Projekt keine Gelder vorhanden seien. Dann soll jedoch ein neuer Bundesverkehrswegeplan erscheinen, in dem das Projekt weit oben platziert werden muss.
Schon im Jahr 2016 könnten dann die Planungen der Bahn beginnen, das Projekt könnte ca. acht Jahre später fertiggestellt sein.

Mehr konnte Josel nicht ausführen.
Denn das Publikum lachte ihn aus.
Der Moderator war gezwungen, das Thema zu wechseln, ohne nachzuhaken, um Bayerns Bahnchef nicht länger dem Spott der Bürger auszusetzen.

Die oberpfälzer Gäste hatten begriffen, was viele Menschen im Freistaat noch immer nicht glauben wollen: Es sieht schlecht aus, mit zeitnahen Lösungen.
Das Gelächter war Ausdruck der Erkenntnis: Bis das kommt, sind wir längst in Rente und unsere Kinder abgewandert.

Dürfen die Menschen einen Bahnchef mit Gelächter bloß stellen?
Josel sollte sich Gedanken machen, warum er für die Oberpfälzer in die Rolle eines Clowns geschlüpft ist. Als Clown einer Bahn deren Leistung zu wünschen übrig lässt, während die Preise erhöht werden und die Kundschaft regelmäßig für dumm verkauft wird.

Passend zu Josels- Bauplänen zeigen Teile seines Unternehmens täglich, wie pleite die Bahn und deren Inhaber, der Bund augenscheinlich sind:

Der Umbau eines einzigen Bahnsteiges, am Münchner Ostbahnhof, zieht sich in die Länge. Über ein dreiviertel Jahr wird dort nun schon mehr oder weniger „gebaut“:

Versperrte Treppen, beengte Durchgänge, einzig Josel scheint diese langsame Schlange aus den Mühldorfer Zügen zu genießen, die sich zuerst den engen Abgang und dann durch das Gerüst- Labyrinth schlängelt.

In diesem Winter wird der Bahnsteig nicht mehr fertig gestellt, was einen stetigen Engpass, Zeitverlust und manchmal erst den nächsten Zug oder die nächste U- Bahn Richtung Innenstadt garantiert.

Zumindest für Züge aus Mühldorf. Denn die Rosenheimer und Wasserburger Bahnen enden meist am intakten Bahnsteig, gegenüber der Flughafen- S- Bahn.

Dazu passt dann die Fehlleitung des Zuges, wie diese Woche auf das Gütergleis oder technische Probleme mit derselben Fahrzeugausstattung am Freitag.

Da landete der Kübel- Zug aus Mühldorf, 20 Minuten vorher schon unbeheizt, am Gleis zwölf des Ostbahnhofes, einem Bahnsteig, der nur eine Treppe zum Abgang bietet.
Wer diesen hinter sich gebracht hatte, stand vor dem Nadelöhr im Fußgänger- Tunnel, vor besagter Bahnsteigbaustelle.

Ein zweiter Fußgängertunnel am Ostbahnhof bzw. die Verlängerung des ersten Fußgängertunnels wird von der Stadt München ins Auge gefasst und soll Millionen kosten, irgendwann.

Bis dahin genießen die 30.000 Pendler aus Südostbayern weiterhin das tägliche Spiel der “Reise nach Jerusalem”, mit verstopften Treppenabgängen, ungewollter körperlicher Nähe im Gerüsttempel des Durchgangs und verpassten Anschlusszügen in die Stadt oder zum Flughafen.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 15. Januar 2012 um 13:25 und abgelegt unter Mühldorf- München, München. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

6 Kommentare über “Klaus- Dieter Josel spöttisch ausgelacht: Bayerns Bahnchef und seine Langzeit-Baustellen!”

  1. philjo schrieb:

    Was hier mit diesem netten jungen Mann gemacht wird, ist eine bodenlose Unverschämtheit!!

    Als Mühldorfer und regelmäiger und rundum zufriedener Bahnfahrer (!) fühle ich mich in der Pflicht, Herrn Konzernbevollmächtigten Josel in Schutz zu nehmen!!

    Er leistet eine gute Arbeit, auf die wir alle stolz sein sollten!
    Wenn andere Leute das Geld der Bundesbahn verprassen, kann man das nicht Josel in die Schuhe schieben!

    Mit freundlichen Grüßen

    Phil

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  2. Pendler schrieb:

    Wenn Sie den Josel als “jungen Mann” bezeichnen, müssen Sie wohl stein alt sein..?

    Pendeln werden sie jedenfalls kaum, zur Hauptverkehrszeit, zwischen Mühldorf und München, sonst würden Sie die Verspätungen mitbekommen.

    Aber schön, wenn wenigstens die ältere Generation die netten, aufgesetzten Mienen und gespielter Freundlichkeit der Herren Manager der Bahn als Zuneigung empfindet.
    Das Mann wird dafür aber entsprechend bezahlt! Fährt selbst umsonst im Zug und was er privat in Mühldorf treibt, interessiert hier wohl die Wenigsten!

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  3. Schwellenreiter schrieb:

    Wie kann man als regelmäßiger (!!!) Bahnfahrer (soll heißen als Pendler) zwischen München und Mühldorf mit den Zuständen zufrieden sein? Ich glaube ich lese nicht richtig!!!!! Und wenn der Konzernbevollmächtigte der DB für Bayern das Geld lieber anderweitig im Freistaat ausgibt, schliesslich hat er bei der Prioritätensetzung ein Wörtchen mitzureden, darf er sich auch kritisieren lassen.
    Der Mann hat sich vor Jahren doch tatsächlich erdreistet in einem Interview mit dem BR das Pendlerleben ganz romantisch zu verklären. Die lieben Pendler würden lustig zusammensitzen, Karten spielen und ein Feierabendbierchen trinken. Hallo!!! Die Leute saufen vor Frust, teilweise bis zu 4 Bierchen pro Fahrt! Ist das romantisch? Der Bursche hat die Bodenhaftung genauso verloren, wie die Politik in Berlin und München.

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  4. Heinz H. schrieb:

    Übrigens hat Bahnchef Josel in Mühldorf ein starkes Stück geliefert:
    Er stand in einer Bäckerei um Brezen an.
    Doch die waren ausverkauft, die nächste Ladung wäre erst in wenigen Minuten fertig, hieß es.
    Was macht Josel?
    Zeigt kein Verständnis, für eine Verzögerung (im „Betriebsablauf“) von wenigen Minuten und verschwindet aus dem Laden.

    Wer sich so verhält, braucht sich nicht zu wundern, dass die Pendler hier mit dem Finger auf ihn zeigen.
    Der Mann verdient schließlich genug „Schmerzensgeld“, um hier für seine dauernden Floskeln und mangelnden Taten angeprangert werden zu dürfen!

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  5. Schwellenreiter schrieb:

    Wo war unser zufriedener Bahnfahrer eigentlich diese Woche?
    Gestern 17:39 in Muc Ost: 4 von 7 Waggons mussten aufgrund defekter Türen gesperrt werden. In den restlichen drei Waggons herrschten Zustände wie im Viehtransporter. Von der Verspätung gar nicht erst zu reden.
    Heute im 16:38 Zug ab Muc Ost: Außerplanmäßiger Halt in Markt Schwaben. Der vorherfahrende Zug war liegen geblieben und wir mussten die Fahrgäste aufnehmen. Eng wars in München schon, dann wurde es noch enger. Und von der Verspätung will ich gar nicht erst reden…

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  6. Benni schrieb:

    Der Josel! Ein DB-Verräter schlechthin. Alles gut reden kann er ja. Aber wehe es geht was schief. Er ist für mich eine “Schande” für die wichtige südostbayerische Region, auch wenn er hier wohnt. Wer bei Bahn-Problemen lieber mit dem Auto fährt und nicht wie die normalen Pendler “Viehtransporter” in Kauf nimmt, kann meiner Meinung nach nur für einen Autobahn-Ausbau sein. Geht ja schneller! Seien es entweder Pünktlichkeit bei der Arbeit, um später dann auch wieder frühmöglichst in Familie zu sein oder diverse andere Gründe. Lieber Herr Josel, mir kommen die Tränen wenn ich sie im TV oder woanders sehen muss. Denn mit ihrem sinnlosen Gesülze wie toll doch alles vorangehe, bekomme ich nur noch mehr Kopfschmerzen. Ich sage nur: “DIE ARMEN PENDLER!”

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