Deutsche Bahn: Koalition will eine Milliarde Euro mehr pro Jahr in Schienenetz stecken – WELT

www.welt.de/wirtschaft/article190436687/Deutsche-Bahn-Koalition-will-eine-Milliarde-Euro-mehr-pro-Jahr-in-Schienenetz-stecken.html

Witterungsbedingte Störungen auf den Strecken der Südostbayernbahn

Aufgrund witterungsbedingter Störungen durch das Sturmtief „Eberhard“ kommt es auf den Strecken der Südostbayernbahn vereinzelt zu Verspätungen und eventuellen Zugausfällen.
Bitte informieren Sie sich rechtzeitig im Internet über Ihre Reiseverbindung.
Ihre Südostbayernbahn

Bild: Ma. Wo. (Strecke Mühldorf-Landshut, 10.03.2019)

Schwindegg: Technische Störung an der Strecke Mühldorf – München

Die Störungsbehebung wird voraussichtlich erst am 10.01.2019 am Nachmittag erfolgen. Zur Zeit sind in Schwindegg keine Zugkreuzungen möglich. Aus diesem Grund kommt es zu Kreuzungsverspätungen auf der Strecke Mühldorf – München.
Für die Ihnen entstehenden Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung.
Ihre Südostbayernbahn

Digitalisierung im „Neuland“: Über den Marienplatz nach Ottenhofen mit der Südostbayernbahn

Deutschland digitalisiert – auch bei der Bahn. Manchmal fühlen sich deren Kunden an den Postillon erinnert. Für Internet-Laien: Das ist so eine Internet-Seite, die Meldungen verbreitet, die Leser eigentlich nicht ganz so ernst nehmen sollten. Was der Postillon mit der Bahn zu tun hat – und warum er in Zuge dessen hier Erwähnung findet?
Auf der Bahnstrecke München-Mühldorf, zum Beispiel: Da hat die Südostbayernbahn vor einiger Zeit den Zuschlag für weitere Jahre bekommen (bis zum Jahre 2022), manche Sitze in den Zügen wurden schwarz anstatt grün angeglichen, WLAN sollte Einzug erhalten und – es gab neue, zusätzliche Durchsagen in den Zügen. Neben den alt-gewohnten Menschen-Sprüchen „nehmen Sie bitte Ihre Taschen von den Sitzen“ und dergleichen.
Moderne Ansagen, zeitgemäß, im „Neuland“, wie sie in Berlin sagen. Früher hätten die Leute gesagt „vom Band“. Die ruhige, männliche Blechstimmte verkündet nun den Fahrgästen den nächsten Halt des Zuges, den nächsten Bahnhof und die Anschlusszüge, die einen von dort scheinbar in alle Welt bringen. Was sich dann so anhört: Vom Holzkirchner Flügelbahnhof am Hauptbahnhof (in München) kommend, sagt die nette Männerstimme, dass man am Ostbahnhof (in München) allerlei Anschlusszüge erreichen könne, beispielsweise S-Bahnen in die Innenstadt. Oder noch weiter, in den Münchner Westen. Alles jedenfalls zurück – quasi für Falschfahrer im Bahnverkehr.
Weiter im S-Bahn Bereich, auf der Fahrt von München Ost nach Markt Schwaben, geht es ähnlich weiter. Dabei dürfte Südostbayernbahn-Kunden neuerdings ein klingender Name einer Ortschaft besonders im Gehörgang hallen: Ottenhofen. Dieses Ottenhofen „in Oberbayern“, wie die Blechstimme trötet, muss irgendeine Großstadt oder ‚Motrepole‘ (;-)) zwischen Markt Schwaben und Erding sein und in Oberbayern liegen. Ottenhofen ist also nicht zu verwechseln mit Ottenkofen bei Gottfrieding, einer Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau. Oberbayern eben, nicht Niederbayern, aber Ottenhofen muss immens wichtig sein, zwischen Markt Schwaben und Erding, wenn sie in jedem Zug in den „nahen Osten“ nach Mühldorf am Inn, von der ruhigen Männerstimme angekündigt wird.
Wer nicht nach Ottenhofen will, auch nicht nach Mühldorf, sondern scheinbar im falschen Zug sitzt, der kann noch andere Züge in Markt Schwaben erreichen: Die S-Bahn nach Petershausen – oder noch weiter – nach Altomünster. Das liegt unweit des Wittelsbacher Landes. Weit weg – im Westen Münchens. Wer nun im Zug von München nach Markt Schwaben sitzt, hat also die Möglichkeit, ab Markt Schwaben mit verschiedenen S-Bahnen bis Altomünster oder Petershausen zu fahren. Natürlich über München Ost und damit über München Hauptbahnhof, Marienplatz und den Stachus, pardon Karlsplatz.
Ob dann diese S-Bahnen auch in Heimstetten, Poing, Grub oder sogar planmäßig in Feldkirchen oder Riem halten (außerplanmäßig hielten die Züge der Südostbayernbahn im Jahr 2018 dort sehr oft), sagt die freundliche Männerstimme nicht. Ob bei all der Beschallung das Personal der Bahn noch weiß, was der Computer da so labert und irgendwie sinnfrei klingt oder sogar ist, weiß niemand. Vielleicht erzählt der Bord-Computer der Südostbayernbahn demnächst Märchen von fernen Ländern am Wittelsbacher Platz oder Prinzen im Schloss zu Ottenhofen?
Oder sind am Ende gar alle froh, niemals am Bahnhof Ottenkofen (sofern es den gibt), in Niederbayern, auf einen Zug von Mühldorf kommend warten zu müssen, um nach Altomünster, Heimstetten oder weit weg irgendwo im S-Bahn-Bereich zu kommen? Das wäre fast mal eine Anfrage an die Pressestelle der Bahn an der Donnersberger Brücke wert. Die müssen dann aber ganz viel googeln, werden den Computer verfluchen und am Ende im Brockhaus nachlesen, was auch in Wikipedia stehen könnte. Oder doch nicht? Wenn sie denn schon GPS oder Internet haben, bei der Bahn. Andere würden all das trotz Computer als sinnfreie Belustigung (Belästigung?) der Kundschaft bezeichnen.
Doch neben Ottenhofen und Fahrten über den Marienplatz zwischen Ost- und Hauptbahnhof gibt es noch weitere interessante Informationen der freundlichen, männlichen Blechstimme: In mancher Regionalbahn hören die Fahrgäste öfter: „Vielen Dank für ihre Reise mit der Elbe-Saale-Bahn – auf Wiedersehen“. Ob von Rosenheim an der Mangfall oder Salzburg an der Saalach (pardon Salzach), vielleicht heißt es auch zwischen Passau (Donau), Landshut (Isar), Simbach (Inn), Burghausen (Salzach), Ruhpolding und Traunstein (Traun) – weit weg von Elbe und Saale: Digitalisierung und Steuerung ist nicht nur für die Politiker in Berlin (an der Spree) alles irgendwie Neuland, sondern gerade für die Bahn-Töchter zwischen der Südostbayernbahn rund um Mühldorf, entlang zwischen irgendwelchen Flüssen mit dem Kreuzungs-Knoten-Bahnhof am Inn.
Eine Glosse über die Digitalisierung bei der Bahn im Neuland. Von M. Wengler
*** Liebe Leserinnen und Leser, *** dieses Erlebnis ist nicht frei erfunden, wir behaupten auch nicht, nur private Meinungsäußerungen wiederzugeben. Derlei Spott liest man von „Qualitätsmedien“, die leben davon, über bundesdeutsche Verhältnisse von uns Bürgern auch noch zu spotten 😉
Und während derlei Zeilen süffisant in die Tastatur gehämmert werden, zwickt wieder ein Signal. Signalstörung. An den Temperaturen von Mutter Natur kann es nicht liegen, es war im Jahr 2018 schon einmal kälter. Das stellen die Fahrgäste frustriert fest. Die Stimme des netten Mannes hat dazu auch keine Worte mehr. Schlimme Zustände im Neuland. Aber wir digitalisieren jetzt – immerhin!

Endmeldung Stellwerkstörung in Markt Schwaben

Stellwerksstörung in Markt Schwaben wurde behoben. Es ist mit keinen Beeinträchtigungen mehr zu rechnen.
Für die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung.
Ihre Südostbayernbahn

Plötzlicher Wintereinbruch überrascht die Südostbayernbahn

*** Eilmeldung: Der Winter ist da! ***

Die Kunden sind es gewohnt, alle Jahre wieder fällt der erste Schnee irgendwann kurz vor Weihnachten vom Himmel.

Nur die Bahn ist davon regelmäßig überrascht und vollkommen überfordert.

So auch heute wieder: Verspätungen bis über 30 Minuten, schlecht geräumte Bahnsteige – und natürlich geschönte Informationen.

Der erste „Schneesturm“ traf die Bahn jedenfalls wie immer mit voller Wucht!

Mit 35 Minuten Verspätung am Ende durch Signalstörung, außerplanmäßige Kreuzungen, zusätzlich Stromausfall und Ausfall der Heizung im Zug rundete die Mühldorfer Südostbayernbahn das jährlich wiederkehrende Schneeflocken-Begrüßungs-Programm auf der Hauptstrecke nach München ab.

Südostbayernbahn rutscht bei Qualitätsranking um acht Plätze ab

www.pnp.de/lokales/landkreis_altoetting/altoetting/3117011_Suedostbayernbahn-rutscht-bei-Qualitaetsranking-ab.html

Absage an schnellen Einsatz von Hybrid-Loks

www.pnp.de/lokales/landkreis_altoetting/burghausen/3115822_Suedostbayernbahn-Absage-an-schnellen-Einsatz-von-Hybrid-Loks.html
Dabei hieß es in einer Presseerklärung der DB vom Januar 2018:
„Das Projekt „Eco DeMe Train“, eine umweltfreundliche Zweikraft-Lok der DB-Tochter Südostbayernbahn (SOB), trägt zur Verringerung der Umweltbelastung im Großraum München bei. Es ist zudem Bestandteil des von der Staatsregierung beschlossenen Maßnahmenpakets zur Luftreinhaltung in bayerischen Städten.“
www.deutschebahn.com/pr-muenchen-de/aktuell/presseinformationen/01_25_Innovative_Lok_SOB-1328782

Altötting: Fünf Wochen lang keine Zughalte in Heiligenstatt | Stadt Altötting

www.innsalzach24.de/innsalzach/region-alt-neuoetting/altoetting-ort484666/altoetting-fuenf-wochen-lang-keine-zughalte-heiligenstatt-10315115.html

Zug-Ausfälle: Ein nervöser Söder in Nürnberg – geplagte Pendler aus Mühldorf

Nürnberg/Mühldorf. Keine zehn Minuten war die Bahn am Montagmorgen vom Startbahnhof in Mühldorf aus in Südost-Oberbayern unterwegs, da meldete der Lokführer mal wieder „Probleme“. Mit stark eingeschränkter Geschwindigkeit fuhr der Zug nach München weiter bis Schwindegg, im Isental. Dort gaben die Mitarbeiter der Mühldorfer Südostbayernbahn bekannt: Die vordere Lok „überheize“, wenn denn an eine Weiterfahrt zu denken wäre, dann nur mit 40 km/h. So mussten die Fahrgäste nach München auf den nächsten Zug warten, der entsprechend prall gefüllt war. Die Fahrt endete am Münchner Ostbahnhof mit 40 Minuten Verspätung.
Mancher Fahrgast stellte sich da durchaus die Frage, wie es denn sein könne, dass eine Lok am Montagmorgen, nach einem Wochenende (bei dem beileibe nicht so viele Züge verkehren) schon nach zehn Minuten Fahrzeit ihren Dienst verweigert. Mangelnde Wartung und Instandhaltung?
Ähnliche Fragen dürfte sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Chef der CSU-Staatsregierung gestellt haben. Söder soll fast zur selben Zeit ziemlich nervös am Bahnsteig in Nürnberg entlanggelaufen sein. Wartend auf einen Zug nach München.
Am Bahnsteig in Nürnberg soll ein erster ICE nach München ausgefallen sein, der zweite Zug war verspätet. Als hoch nervös und aufgeregt sollen Augenzeugen das Szenario geschildert haben, Söder lief auf und ab. Wartend auf den Zug nach München.
Sind Politiker am Ende doch nur Menschen? Zumindest als Fahrgäste der Bahn. Normalerweise wäre die schneller, als das Auto, zwischen N und M., wenn sie verkehren bzw. einer fährt, also die Züge.
Für Bahn-Pendler sind solche Meldungen eine Genugtuung.
Für die aus Mühldorf doppelt: Bayerns oberster Bahn-Chef (& damit oberster Kopf der Bahn in Bayern) Klaus-Dieter Josel fuhr lange aus Mühldorf gen München und der Chef der Mühldorfer Südostbayernbahn ist auch von der CSU, zumindest wollte er Bürgermeister für die Schwarzen in Traunstein werden. Traunstein ist zudem der Wahlkreis von Ex-CSU-Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer.
Zumindest weiß ein Söder als Bayerischer Ministerpräsident nun: Alles was die Bahn verkündet, seine Partei-Kollegen mit „läuft schon“ verkauft haben, ist dann doch nicht so, wie Kollegen, die Bahn Presse-Organe und deren Management es immer darstellen.

Kirchweidach soll vom Einstundentakt ausgeschlossen werden

www.pnp.de/lokales/landkreis_altoetting/burgkirchen_garching/3075270_Kirchweidach-soll-vom-Einstundentakt-ausgeschlossen-werden.html

Freistaat will SOB-Ideenzug Realität werden lassen

www.pnp.de/lokales/landkreis_altoetting/altoetting/3079071_Freistaat-will-SOB-Ieenzug-Realitaet-werden-lassen.html

Nach vierwöchiger Sperre: Bahnlinie Marktl-Simbach wieder offen

www.heimatzeitung.de/lokales/landkreis_altoetting/neuoetting/3054044_Nach-vierwoechiger-Sperre-Bahnlinie-Marktl-Simbach-wieder-offen.html

Danke Hr. Kraller, Danke SOB, Danke DB Netz, Euer Qualitäts-/Krisenmanagement ist echt „geil“!

Leserbrief zu den Verspätungen bei der SOB:

Wie schon fast in jeder Woche kam es auch gestern, am 31.07.2018, wieder zu einer Stellwerksstörung in Feldkirchen. Nachdem die Sörung schon um 14:50 Uhr (zumindest der S-Bahn) bekannt war, hofften wohl einige Pendler so wie ich, dass mit dem Zug um 18:38 ab München-Ost die von der SOB angekündigten „hohen Verspätungen“ schon etwas kürzer ausfallen würden. Leider trog die Hoffnung, wie der folgende Erlebnisbericht zeigt: Weiterlesen

Nach Aichach-Unglück: Bahn will flächendeckend Stellwerke nachrüsten – SPIEGEL ONLINE

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/nach-aichach-unglueck-bahn-will-flaechendeckend-stellwerke-nachruesten-a-1217214.html

Erneut traurige Woche mit der Bahn zwischen Mühldorf und München

Freitag, Wochenende. Da spotteten die Pendler der Mühldorfer Südostbayernbahn: Wann denn in dieser Woche die Züge einmal keine nennenswerte Verspätung gehabt hätten. Nennenswert, das bezeichnen Pendler bei 60 Minuten plus „X“ fahrplanmäßiger „Reise-Zeit“ längst nicht mehr in Minuten, sondern ab 10 Minuten. Aber von den weniger als 10 Minuten Pünktlichkeit, waren die Züge mindestens soweit entfernt, wie Bayerns Regierungschef Markus Söder mit seinen CSU-Abgeordneten im Landtag in Umfragen derzeit vor der Wahl im Oktober, von der Mehrheit.
Die Woche begann, für die potentielle Wähler- und Bahn-Stammkundschaft mit 30 Minuten Verspätung, am Montag. Wieder einmal zwickte eine Weiche in Feldkirchen, wie so oft in den vergangenen Wochen.
Dienstag war die Südostbayernbahn zwischen Mühldorf und München pünktlich, meint einer. Oder war es Mittwoch? Oder gar Dienstag und Mittwoch? Morgens zumindest? Abends fiel am Dienstag ein Zug aus, wegen Lokschaden oder „technischer Probleme“. Natürlich musste der Folge-Zug alle Haltestellen bedienen, die der ausgefallene Zug passiert hätte – die Verspätungsfolge lag bei ca. 15 Minuten.
Am Donnerstag kam es dicker: Während sich die einen Züge gen München verspäteten, wegen einer Bahnübergangsstörung in München-Riem wie es hieß (immerhin scheinen die Züge zuvor zumindest an den Stellwerken und Weichen an den Bahnhöfen Feldkirchen und Riem einigermaßen ohne Störungen vorbeigefahren zu sein), fiel ein anderer Zug mehrmals aus:
Gerade einmal in Mühldorf gestartet, gab es in Ampfing einen Lokschaden. Der Lokführer versuchte das Vehikel in 10, 15, ja fast 20 Minuten wieder in Gang zu setzen, doch am Ende mussten die Fahrgäste auf den darauffolgenden Zug aus Mühldorf umsteigen, der zwar nur 15 Minuten später startet, aber auch schon wieder 20 Minuten Verspätung mit sich brachte.
Als ob all das noch nicht genug gewesen wäre, bat die Bahn die Kundschaft in Schwindegg, auf den vorher liegen gebliebenen Zug zu warten, laut Augenzeugen, da dort mehr Platz wäre. Oh Wunder. Außerdem sollten die zusätzlichen Haltestellen nach München entfallen, in dem verspäteten Zug, der nach dem liegengebliebenen Zug fuhr. Hieß es. Bis Dorfen. Dort erklärten die Mitarbeiter der Bahn den Fahrgästen, der in Ampfing liegengebliebene und zwischenzeitlich wieder auferstandene Zug, wäre erneut liegen geblieben. Deshalb würden nun doch alle Haltestellen angefahren werden.
Als sich am Freitagmorgen die Stammkunden der Bahn nun über all das unterhielten, wann denn ein Zug pünktlich gewesen wäre, an welchen Tagen, hatten sie gerade einmal wieder nicht ganz 10 Minuten Verspätung, bei ihrer Ankunft am Münchner Ost und Hauptbahnhof.
Die Heimfahrt – vor dem Wochenende – wurde auch nicht besser:
Bei der Rückfahrt am Freitag sorgte ein „Güterzug mit Überlänge“ für fast 15 Minuten Verspätung – zumindest hier durften die Bahn-Kunden dem Unternehmen „Vorsatz“ unterstellen: Denn wer zu lange Züge auf eine Strecke schickt, deren Gleise an den Bahnhöfen für sogenannte Zug-Kreuzungen zu lange sind, der will offensichtlich Geld sparen, um den Zug nicht teilen zu müssen. Zwei Züge inklusive Loks kosten mehr Geld und … Fahrzeit. Gegenüber einem.
Zumindest die hochmodernen Zugdurchsagen funktionieren noch, bei der Südostbayernbahn, die kündigten Haltestellen und dergleichen an, während das Personal nur noch um „Verständnis“ bat. Der Güterzug mit Überlänge hatte übrigens Güter geladen, die sicherlich nicht für das Chemiedreieck bestimmt waren. Pkws zum Beispiel.
Das zeugt zwar davon, welche Fracht der Bahn wichtiger ist, denn Pendlern dürfte es letztlich egal sein, aus welchen Gründen sie seit Monaten vom „Staatskonzern Bahn“ für dumm verkauft werden.
Die 50 Euro Erstattung, vom Güterzug-Drama in Riem, so spotten einige, wäre seither eigentlich jeden Monat angebracht. Während andere den Politikern die Schuld geben: Die Bahnsteig-Sanierungen mit den daraus folgenden Weichenstörungen wären längst nicht mehr nötig, hätten ein Bundeskanzler Gerhard Schröder von der SPD und die Grünen den viergleisigen Ausbau zwischen Riem und Markt Schwaben nicht bei ihrer Regierungsübernahme 1999 auf Eis gelegt und die Pläne verschrottet. Diese Pläne gab es damals bereits – fertige Bau-Pläne, keine bloßen Striche auf Landkarten.
Dummerweise haben sich die CSU-Politiker im Bundesverkehrsministerium in den Jahren ab 2008 dahingehend auch nicht mit Ruhm bekleckert: Der Traunsteiner Peter Ramsauer beerdigte mit einer Untersuchung zum Bahnknoten München den viergleisigen Ausbau im S-Bahn-Bereich endgültig und alles was die CSU-Macher nach Ramsauer im Bundesverkehrsministerium erreichten, ist das, was die Pendler derzeit täglich auf dieser am meisten befahrenen, eingleisigen und immer noch nicht elektrifizierten Bahnlinie Bayerns erleben müssen: Alles andere als die, von den heimischen Politikern oft betitelte, „Vorstufe zum Paradies“.
Besonders unglücklich sind die Verspätungen vor allem für alle Bahn-Kunden, die in Mühldorf Anschlusszüge benötigen.
Doch auch hier hat die Bahn Überraschungen parat: Man kündigt früh an, zu informieren und macht das dann umso später – kurz vor Mühldorf. So dass niemand mehr die Möglichkeit hat, sich ein privates „Taxi“ zu organisieren. Zum Wochenende warteten ausnahmsweise alle Anschlusszüge – die Wut auf Bahn und Politik dürften dennoch einige Pendler mit ins Wochenende genommen haben. Fortsetzung folgt dann wohl ab Montag… Und die Quittung gibt es für die Politiker dann vielleicht bei der Landtagswahl im Oktober.

Die SOB und das Dauer-München-Chaos: Ewig zwickt ein Stellwerk

Der Versuch einer Glosse über die ewige Posse – von Michael Wengler

Seit dem Güter-Zugunglück von Riem – anno dazumal, läuft es nicht mehr bei der Südostbayernbahn (SOB) im Jahr 2018. Zumindest nicht auf der Hauptstrecke, der finanziellen Lebensader, zwischen Mühldorf und München. Dauernd meldet die Bahn Stellwerksstörungen, ob in Feldkirchen oder Riem. Nein, keine SPAM-Mail, sondern fast jeden Tag die erneute, traurige Wahrheit. Dauernd haben die Züge Verspätung, manchmal eine ganze Woche am Stück, zwischen 20 bis zu 50 Minuten berichten Pendler und selbst die größten Bahn-Verteidiger bekennen mittlerweile: Neulich habe sogar ich eine E-Mail geschrieben. Irgendwann ist es genug!

Die 50 Euro Gutschrift von der Bahn, hat manch einer noch gar nicht zur Kenntnis genommen. Jeden Tag Verspätung, wer kommt da schon dazu, nebst drei Stunden-, davon fast einer Stunde unfreiwilliger Fahrt, noch die Konto-Auszüge genau durchzusehen?

Nach einer Woche sprichwörtlicher Verschnaufpause, zwischen einer Serie von Stellwerks-, Signal- oder sonstigen Störungen, war es am Montagmorgen wieder soweit: In Poing oder Grub, wer hat schon Lust da genau aus dem Fenster zu gucken, hieß es „15 Minuten Verspätung“. Die Frau gegenüber blickte vom Handy auf, verzog das Gesicht. Auch andere Blicke zeigten „ja geht das denn schon wieder los?“. Zuckeln und Schrittgeschwindigkeit bis zum Ostbahnhof waren angesagt, mit unfreiwilligen Aufenthalten bis Riem. Pendler, die sich ansonsten früh den Platz an der Ausstiegstüre zur Treppe am Ostbahnhof sichern, gehen einen Schritt langsamer. Was soll´s? Zeitmäßig ist der Tag schon gelaufen, für manch einen, die ganze Woche. Kein guter Beginn. Nur wenige Stammkunden der Bahn nehmen es mit Sarkasmus. Was kommt diese Woche noch? Geht ja gut los.

Wer Wagen für Wagen den Zug zum Hauptbahnhof nach vorne wandert, muss in traurige Gesichter blicken. Zerknirscht, Frust, Trauer, Wut. Was ist das nur für ein Schicksal, jeden Tag oder mehrmals die Woche auf diese Bahn angewiesen zu sein? Wäre nicht doch eine Wohnung in München, so ein Kellerloch neben dem Kohlekeller für 1000 Euro warm eine bessere Lebensperspektive?

Bald hat die Südostbayernbahn „Tag der offenen Türe“. Nicht auszudenken, diese frustrierten Stammkunden würden da vorbeischauen. Da könnte manch Vater zu seinen Kindern sagen: „Lasst die Sau raus, benehmt Euch mal daneben“ – und dann, dann bitten wir die von der Bahn einfach nur um „Verständnis“. Oder manche Ehefrau, die mittlerweile nicht mehr glauben mag, dass der Mann wirklich dauernd wegen der Bahn zu spät nach Hause kommt und kein Techtelmechtel im Büro in München hat… Wenn die ihre Wut über den täglichen Bahn-Ehe-Frust am Tag der offenen Türe zeigen würde?

Die Gesichter im Zug offenbaren jedenfalls vieles. Nur keine „i mog de SOB“ Stimmung.
Während die Gedanken so kreisen, Wagen um Wagen, Gesicht um Gesicht, lacht eine Frau. Die scheint Gedanken lesen zu können. Ein herzhaftes Lachen, genauso wie beim nächsten, der immerhin die richtige Lektüre für dauernde Fahrten mit der SOB in den Händen hält: Comics.
Ansonsten mürrische Gesichter – die teils seit Jahrzehnten immer wieder mit solchen Ereignissen von der Bahn und all den dafür politisch verantwortlichen Volksvertretern gedemütigt werden, wer hier gute Laune haben möchte, braucht einen dicken Schuss Sarkasmus.

Der mit den Comics freut sich, weil erstmals die Verspätungs-App der Bahn vorher angeschlagen habe. Er hatte sogar Empfang am Handy, pardon Smartphone, ein Seltenheitswert, auf dieser Strecke.

Die Berliner „Kartell-Parteien“, wie am Wochenende einer spottete, die in diesem, unserem Land und den entsprechenden Regierungen das Sagen haben, haben wichtigeres zu tun, als sich um die Bahn, deren Nutzer oder den Mobilfunkausbau zu kümmern. Genauso wie die Bahn selbst. Die muss den Tag der offenen Türe organisieren. Zumindest in Mühldorf. Wenigstens dieser Tag soll der Kundschaft „Spaß“ machen, wenn schon die Weichen und Signale auf der Strecke samt den damit verbundenen Verspätungen jeden Tag, zumindest wöchentlich, genau das Gegenteil liefern.

Beeinträchtigungen der letzten Tage – Führungskräfte stehen Rede und Antwort

durch die Einschränkungen in Feldkirchen war es uns in den letzten Tagen nicht möglich, Ihnen eine angemessene Qualität anzubieten. Wir hatten massive Verspätungen und als Folge dieser konnten einige Anschlüsse in Mühldorf nicht erreicht werden. Dies ist für Sie, aber auch für uns, ein unakzeptabler Zustand. Seien Sie versichert, dass wir alles Mögliche unternehmen um eine funktionierende Infrastruktur zwischen Mühldorf und München einzufordern. Durch die Folgen des Güterzugunfalls, den Baustellen bei Feldkirchen und Riem sowie einem zusätzlichen Kabelschaden an der Strecke, minimierte sich die Kapazität zwischen Feldkirchen und Markt Schwaben. Deswegen konnte hier nur jeweils ein Zug diesen Streckenabschnitt befahren und dies verursachte die massiven Verspätungen. Die von Ihnen geschilderten Überholungen von Güterzügen in Feldkirchen werden wir bei der zuständigen Stelle hinterfragen und unsere Forderungen platzieren.
Für die Beeinträchtigungen bitten wir Sie in aller Form um Entschuldigung.
Sehr gerne möchten wir über die letzten Tage mit Ihnen sprechen, um uns hier einen Gesamteindruck zu verschaffen.
Aus diesem Grund findet am Montag und Dienstag eine Sonderaktion SOB im Dialog statt. Führungskräfte der Südostbayernbahn begleiten die Züge und stehen Ihnen Rede und Antwort.
Sie treffen unsere Führungskräfte am Montag den 11.06.2018 ab 16 Uhr am Bahnsteig Gl. 11 in München Hbf und anschließend in der RB 27003 (Abf. 16.28 Uhr München Hbf) und am Dienstag 12.06. in der RB 27045 (Abf. 16.19 Uhr München Ost), 27047 (Abf. 16.57 Uhr München Ost), RB 27051 (Abf. 17.05 Uhr München Hbf) und RE 27005 (Abf. 17.21 Uhr München Hbf) an.
Falls Sie nicht die Möglichkeit haben, hier ins Gespräch zu kommen, wenden Sie sich mit Ihren Anliegen gerne an unseren Kundendialog (Tel.: 08631 609-333 Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, E-Mail: sob-kundendialog@deutschebahn.com).
Ihre Südostbayernbahn

Informationen zum „kleinen“ Fahrplanwechsel am 10. Juni

am 10. Juni steht der „kleine“ Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn an. Auch bei einigen Strecken der Südostbayernbahn gibt es entsprechende Änderungen. Alle Neuerungen im Streckennetz der Südostbayernbahn und aktuelle Fahrplanmedien finden Sie auf unserer Internetseite unter www.suedostbayernbahn.de/so_bayern/view/fahrplan/fahrplan.shtml
Ihre Südostbayernbahn

Riem: Entschädigung für Pendler nach Güterzugunfall Süddeutsche.de

SZ, 30.6.2018: www.sueddeutsche.de/muenchen/nahverkehr-entschaedigung-fuer-pendler-nach-gueterzugunfall-nur-abo-kunden-der-s-bahn-bekommen-nichts-1.3996747

Riem-Chaos: Bahn bittet schriftlich um Entschuldigung und erstattet Pendlern 50 Euro

Mühldorf. Die Entgleisung eines Güterzuges im Güter-Bahnhof München-Riem vor ein paar Wochen, samt den weiterhin existierenden Baustellen durch Bahnsteig-Sanierungen in Riem und Feldkirchen zogen für viele Pendler bis zu 20 Minuten je Richtung Verspätung mit sich. Nun bittet die Bahn schriftlich die Stammkundschaft um Entschuldigung und erstattet Abo-Kunden 50 Euro. Ein bisher einmaliger Vorgang.
Während die Kunden der Münchner S-Bahn mit Gutscheinen für die Therme in Erding (ohne Anreisekosten selbstverständlich) nach dem Zufallsprinzip abgespeist wurden, kommt aus Mühldorf nun bares Geld zurück auf die Konten der Pendler. Das erstaunt, denn bisher hat die Bahn die Kunden immer nur mit Gutscheinen für ein Frühstück an Bäckereien oder Freifahrtscheinen abgespeist.
Mit der „Güterzugentgleisung“ heißt es in dem Schreiben der Bahn in „München-Riem“ sei „die größte kurzfristige Störung auf der Strecke Mühldorf – München“ seit dem Bestehen der Mühldorfer Südostbayernbahn „hinter uns“. „Tagelang“ sei die Zugstrecke „für den gesamten Zugverkehr gesperrt“ gewesen, da neben der Bergung auch massive „Schäden an der Infrastruktur“ beseitigt werden mussten. Der Bahn sei „bewusst, dass diese Störung nicht ohne Probleme“ an ihrer Kundschaft vorübergegangen sei und dafür wolle man sich „entschuldigen“. Außerdem sehe man „bei der Konsistenz in allen Kundeninformations-Kanälen“ noch „großes Verbesserungspotential“. Trotzdem solle die Kundschaft „versichert“ sein, „dass in den letzten Tagen jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter (…) das Möglichste gegeben“ habe, so die Südostbayernbahn in dem Schreiben weiter.
Gerade Letzteres wurde von Pendlern mehrfach bezweifelt. Alleine, dass am Bahnsteig in Mühldorf Züge nach München angesagt wurden, die dank des ausgedünnten Fahrplanes nicht fuhren, widerspricht der Darstellung der Bahn. Da waren wohl einige Mitarbeiter nicht einmal ‚informiert‘. Zusätzlich zur geäußerten Kritik schreibt die Bahn weiter „Bus-Unternehmen aus dem gesamten südostbayerischen Raum und darüber hinaus mobilisiert“ zu haben. „Die Sperre“ wäre „kräftezehrend“ gewesen, „für Sie und auch für uns“, heißt es . Die „Gutschrift“ erfolge im Laufe „der nächsten Wochen automatisch“.
Ein löblicher Zug der Bahn, den Kritiker aus der Stammkundschaft begrüßen. Ein Novum, dass die Kunden nach einer derartigen Pannen-Serie endlich einmal mit einer finanziellen Erstattung für die eingeschränkten Leistungen rechnen können. Die ersten Kommentare auf das Schreiben der SOB ließen nicht lange auf sich warten: „Da scheint schön langsam aber wirklich Druck auf dem Kessel zu sein“ äußerte ein langjähriger SOB-Stammkunde.

Für alle ÖPNV-Freaks ist dieser Umstand allerdings ein Schlag ins Gesicht. Diese forderten zwar bisher Erstattungen, müssen damit aber auch eingestehen: Ohne mehr Druck auf die Politik für weitreichende und Milliarden-teure Investitionen in den Ausbau der Schiene klappt es nicht in Sachen Klimaschutz. Der ÖPNV muss besser und zuverlässiger werden, als der Individual-Verkehr, Zwangsmaßnahmen und Verteuerungen wie sie von grün-angehauchten Bahn-Fanatikern gefordert werden, scheinen destruktiv.
Und wer weiß: Wenn das Fass „Erstattung“ erst einmal geöffnet wurde, könnten weitere Beispiele folgen. Ein guter Tag für die zahlende (Stamm-)Kundschaft, während die Bahn endlich ehrlich zu werden scheint. Davon könnten sich die S-Bahn München und andere Bahn-Teile wie die DB Netz eine Scheibe abschneiden.
Übrigens: Kunden von der im Sommer lange gesperrten Zugstrecke zwischen Landshut und München berichteten die Tage ebenfalls von einem finanziellen Nachlass, wegen des eingeschränkten Angebotes samt Schienenersatzverkehr.

„Dann fahre ich nie mehr freiwillig mit dem Zug“

Mühldorf a. Inn/München. Die Stammkundschaft der Mühldorfer Südostbayernbahn kann durchatmen: Für diese Störung ist es ‚vollbracht‘. Für weitere Störungen, ist es für einige bald ‚vollbracht‘. Die Reaktionen auf die kritische Bericht-Erstattung hier im Blog, die selbstverständlich immer an die lokalen Medien geht, war jedenfalls eindeutig.
Dabei entfällt in diesen Zeilen eine Beschreibung der erneuten mehrstündigen Sperrung dank einer Weichenstörung am Bahnhof Riem am 9. Mai 2018 (www.zukunft-suedostbayern.info/2018/05/technische-stoerung-an-einem-stellwerk-keine-zugfahrten-im-bahnhof-riem-moeglich-stand-09-05-2018-1825-uhr/ ).

Die Presse-Propaganda der Bahn, die hohen Ziele der ‚Manager‘ des Staatskonzernes und seiner GmbH Töchter in Mühldorf am Inn sind das eine, das was die Fahrgäste hingegen seit Jahren immer wiederkehrend erleben – das andere.

Am Schlimmsten traf es die (wir berichteten), die noch am Montag nach der Entgleisung des Güterzuges meinten „ach da fahre ich schnell ins Büro nach München, holen den Laptop und mache dann die Tage darauf ‚Home-Office‘.“
Derlei Bahn-Kunden berichteten nach dem 1. Mai-Feiertag von einer mehr als zwei-stündigen Fahrt zwischen Mühldorf und München, mit Bus-Ersatzverkehr, um am Tag nach dem Feiertag von zu Hause aus arbeiten zu können und somit auf die Bahn-Fahrt verzichten zu können.

Am Donnerstag saßen sie dann wieder in der Bahn, wunderten sich, über die 20 Minuten Verspätung der Züge (die im Ersatz-Fahrplan nicht dargestellt wurden) und meinten am Freitag „jetzt reicht es aber langsam“.

Andere sahen die Sache lockerer „was für eine Fahrerei, wieder einmal“ und meinten „aber ich habe nur noch sechs Jahre“. Und dann? Dann betreten viele von den bisherigen Stammkunden wohl nur mehr ungern einen Zug der Südostbayernbahn.

Rundherum gab es jedenfalls Zustimmung in dem Artikel Güterzug-Fiasko vom 3. Mai wäre der Zustand „absolut zutreffend beschrieben“.
Nebenbei gab es unsererseits eine E-Mail an die Bahn-Obrigkeit in Mühldorf, die ‚erlauchten‘ Manager und Macher, deren Personal noch so dreist war und am Bahnsteig Züge nach München ankündigte, die gar nicht fuhren. Bis zum Sprecher-Häuschen hatte sich die Meldung des Güterzug-Unglückes in Riem wohl doch nicht durchgesprochen. Peinlich oder dreist? Da kam sich mancher Stammkunde einfach erniedrigt und wieder einmal sprichwörtlich ‚gedemütigt‘ vor.

Während des Güterzug-Dilemmas versprach zwar der pdf-Fahrplan der Bahn die gewohnten Fahrzeiten, allerdings hatte die Mehrzahl der Züge, eine dicke Verspätung: Kein Wundert – neben dem Fiasko des Güterzuges in Riem wird immer noch (gleichzeitig) an den Bahnsteigen in Riem und Feldkirchen gebaut. Teilweise stand hier über Kilometer nur ein Gleis für die Züge zur Verfügung, doch die insgesamt resultierende Verspätung wurde den Fahrgästen erst nach Beschwerden mitgeteilt.

„Das Störfallmanagement der SOB ist eine einzige Katastrophe“, schrieb ein SOB-Kunde, der „Stundentakt durch das Nadelöhr“ spare der Bahn „nur Kosten bei den Bussen“. Das persönliche Empfinden der Bahn-Stammkunden aus Mühldorf: „Professionell“ würden nur die „Abogebühren pünktlich abgebucht“ teilen wohl viele.

Und alle ärgert die vermeintliche Arroganz der Bahn-Obrigkeit, der Macher und Manager, der Bahn. Immer wieder hört man von Beschwerden gegenüber solchen Leuten, die das jedoch nur aufgrund „aktueller Verspätungen“ im Keim ersticken. Die Unzufriedenheit über Missstände scheint diese Obrigkeit nicht zu teilen und das Personal darunter ignoriert bis zu diversen Beschwerden das Empfinden der Kunden völlig.

Andere, langjährige Bahn-Pendler rund um Mühldorf träumen mittlerweile von einem „Bus-Linienverkehr“ nach München „nach Fertigstellung der A94“, im Herbst des Jahres 2019.
Da ist die Rede von „irgendeinem Parkplatz in der Nähe der BAB-Ausfahrt Mühldorf-Nord“ samt einem „Endpunkt“ wie der U-Bahn-Haltestelle „Messestadt-West in München-Riem“. Das entspräche einer einfachen Entfernung von ca. 80-90 km und dafür wäre manch einer bereit, „für ca. 210 Hin- und Rückfahrten im Jahr 2.300,- € zu bezahlen“.
Bleibt nur die Frage, ob sich so ein „Linienbus wirtschaftlich betreiben ließe?“, heißt es aus Pendler-Kreisen der Bahn.
Pendler-Wünsche, aber wer weiß, ob nicht doch ein Bus-Unternehmen dazu bereit wäre, den Fahrgästen mehr ‚Service‘ und Pünktlichkeit zu bieten, als die Südostbayernbahn das jemals schaffen will/wird?
In anderen Himmelsrichtungen rund um München gibt es längst Pendler-Parkplätze, entlang der Autobahnen, es bilden sich Fahrgemeinschaften (www.ihk-muenchen.de/ihk/documents/Service-Verkehr/Parkraummanagement/Parken-und-Mitfahren-Faltblatt.pdf ) von Menschen, die vielleicht auch mal Kunden der Bahn waren. Andere, die bald in Rente gehen äußern freimütig „und dann fahre ich nie mehr freiwillig mit dem Zug“.

Riem: Technische Störung an einem Stellwerk / Keine Zugfahrten im Bahnhof Riem möglich (Stand 09.05.2018, 18:25 Uhr)

**21.30h *** endlich in Mühldorf – zum Abschluss der Bahn-Fiasko-Wochen…

Nachdem der Regionalligazug, der den Hauptbahnhof der „Weltstadt mit Herz“ gegen 18.31h verlassen hätte sollen, um 19.40h immer noch nicht losfuhr, ging es mit dem Meridian vom Gleis gegenüber über Rosenheim an den Inn.

Die Fahrt im Meridian ist schon etwas anderes… Zwei eigene Gleise für die S-Bahn bis Grafing, 160 km/h flott, Ausweichgleise an den Bahnhöfen für Überholungen.

Sogar die Durchsagen klingen „bayerischer“ als das Billig-Tonband der SOB. Im Zug von Rosenheim nach Mühldorf strandeten einige München-Stammkunden der SOB, nicht wenige warteten umsonst auf Busse des Schienenersatzverkehrs.

Einzig belustigend an diesem Abend waren die Anrufe bei enttäuschten Lebenspartnerinnen, die wieder einmal vergebens mit dem Abendessen samt dem Rest der Familie auf die Berufs-Pendler aus München warteten.

Am Bahnhof Mühldorf verkündete dann der Bahn-Sprecher die erste Einfahrt des ersten Zuges, der dann München-Riem doch wieder passieren konnte. Manch SOB-Fahrgast hatte da schon geunkt, die neuerliche Störung könnte das Ende der bisherigen Störung eventuell verlängern.

Zumindest die Fahrt mit dem Meridian bis Rosenheim offenbarte: Bahnfahren kann auch anders sein. Ohne schmalzige Werbesprüche, dafür pünktlich, flott und schnell!

*** 19.18h ***

die nächste SOB Meldung zum Bus Ersatzverkehr.

Keine Zugfahrten zw. München Ost und Markt Schwaben

Die verwirrten Gäste der Bahn kämpfen sich längst durch München zum Ersatzverkehr…

*** 19.03h ***

Die Weichenstörung wird noch länger andauern, ein Schienenersatzverkehr soll ab 19.40h „anlaufen“.

Die Fahrgäste sollen die S-Bahn zum Ostbahnhof nehmen und dann heißt es auf Busse hoffen…

Diese „Popel-Bahn“ schimpfen einige, andere reden nur noch mit Schimpfwörtern über die Südostbayernbahn…

*** 19h ***

Einige Fahrgäste seufzen. Das Rasenmähen können die heute vergessen…

Die erste SOB Mail zum Riemer-Abschluss-Chaos traf auch schon ein…

Ausfall RB 27052 und 27057 zwischen München Hbf und Markt Schwaben

Und manche Fahrgäste werden langsam sauer…

*** 18.53h ***

Über 20 Minuten wird die hoch moderne Knaller Bahn jetzt schon am Hauptbahnhof in München festgehalten…

Dazu kommen nochmals 18 Minuten mindestens wie in den vergangenen Tagen durch die Baustellen am Bahnhof Riem (!!), dem Güterzug Stellwerk und dem Bahnhof Feldkirchen.

Eine lange Fahrt in den nahen Osten hinter München…

*** 18.47h ***

Laut S-Bahn Newsletter Stand 18.30h gibt es einen „Schienenersatzverkehr, zwischen Berg am Laim und Heimstetten“, der wäre „für Sie eingerichtet.“.

„Reisende nutzen bitte die Linien S 4 und S 6 in Richtung Trudering/Ebersberg bis Berg am Laim und steigen dort in den Schienenersatzverkehr um.“

***18.45h ***

Zum ausgedünnten Ersatzfahrplan der Mühldorfer Südostbayernbahn kommt nun auch noch Pech dazu.

Wie die S-Bahn München meldet, seien derzeit „aufgrund einer Stellwerksstörung … im Bahnhof Riem keine Zugfahrten möglich.“.

„Zwischen Heimstetten und Erding verkehren zwei S-Bahnen im Pendelverkehr.

Sobald uns weitere Informationen vorliegen, wird diese Meldung aktualisiert.“

Heißt es von Seiten der Bahn. Die Züge am Münchner Hauptbahnhof werden derzeit „zurück gehalten“, so das Zugpersonal.

Aktualisierte Ersatzfahrpläne: Zugverkehr zwischen Mühldorf und München

von Dienstag Abend 21 Uhr (8. Mai) bis Mittwoch frühmorgens 6 Uhr (9. Mai) muss noch einmal der Streckenabschnitt zwischen Markt Schwaben und München Ost komplett gesperrt werden, um final die durch die Güterzugentgleisung verursachten Schäden zu beheben. Für die betroffenen Züge wird ein Schienenersatzverkehr zwischen Markt Schwaben und München Ost (Friedenstraße) eingerichtet.
Ab Mittwoch Mittag stehen bereits wieder zwei Gleise zur Verfügung. Im Laufe des Nachmittags können daher bereits zusätzliche Züge gefahren werden. Ab Donnerstag (10. Mai) Betriebsbeginn verkehren die Züge wieder planmäßig.
Alle aktuellen Ersatz-Fahrpläne und Informationen sind auf unserer Internetseite zu finden: www.suedostbayernbahn.de/so_bayern/view/streckensperrung.shtml
Der Kundendialog (08631 609-333) ist in den nächsten Tagen folgendermaßen für Sie erreichbar: Montag bis Mittwoch von 08:00 bis 20:00 Uhr

Ihre Südostbayernbahn

Poccistraße: Regionalzughalt – kommt in Fahrt – München – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/muenchen/regionalzughalt-neuer-halt-kommt-in-fahrt-1.3967860

Fast Stundentakt: Zugverkehr auf der Strecke Mühldorf – München teilweise wieder aufgenommen

Die Züge der Südostbayernbahn können seit Donnerstagmittag wieder stündlich von und nach München fahren. Teilweise beginnen und enden die Züge jedoch in München Ost. Zwei Zugpaare müssen weiterhin in Markt Schwaben enden bzw. starten. Es besteht jedoch Anschluss zu der S-Bahn.
Da die Züge im Bereich der Unfallstelle mit reduzierter Geschwindigkeit fahren müssen, muss mit Verspätungen gerechnet werden.
Auf unserer Internetseite finden Sie den Ersatz-Fahrplan für Donnerstag, den 3. Mai 2018: www.suedostbayernbahn.de/so_bayern/view/streckensperrung.shtml
Die Ersatz-Fahrpläne für die nächsten Tage werden aktuell erstellt und anschließend auf der oben genannten Internetseite veröffentlicht.
Ihre Südostbayernbahn

Streckensperrung Markt Schwaben – München Ost: Ersatzfahrplan für Mittwoch, den 2. Mai

aufgrund der Entgleisung eines Güterzuges kommt es im Abschnitt Markt Schwaben – München Ost weiterhin zu großen Einschränkungen im Bahnverkehr.
Laut aktuellen Prognosen steht ab Mittwoch wieder ein Gleis (von insgesamt vier Gleisen) zur Verfügung, das aber nur stark eingeschränkt genutzt werden kann. Einzelne Züge verkehren bereits wieder von bzw. nach München Hbf bzw. München Ost. Alle anderen Züge beginnen und enden weiterhin in Markt Schwaben. Zwischen Markt Schwaben und München Ost (Friedenstraße) verkehren die Ersatzbusse der Südostbayernbahn ohne Zwischenstopp.
Auf unserer Internetseite finden Sie den entsprechenden Ersatzfahrplan für Mittwoch, den 2. Mai 2018: www.suedostbayernbahn.de/so_bayern/view/streckensperrung.shtml
Wir möchten darauf hinweisen, dass für die Züge, die von/ bis München durchfahren, ein sehr starkes Reisendenaufkommen zu erwarten ist. Auch die Buskapazitäten sind an diesem Tag sehr eingeschränkt, sodass wir Ihnen dringend raten, über Rosenheim oder Landshut zu fahren oder Ihre Reise auf einen anderen Tag zu verschieben. Die Tickets werden auch auf den Strecken über Landshut bzw. Rosenheim anerkannt.
Falls Sie Ihre Reise nicht antreten wollen, wenden Sie sich bitte bezüglich der Ticket-Rückgabe an unseren Kundendialog: sob-kundendialog@deutschebahn.com
Ihre Südostbayernbahn

Streckensperrung zwischen Markt Schwaben und München Ost

Wegen dem entgleisten Güterzug in Riem wurde für Montag, den 30.04.2018 Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Busse fahren zwischen Hörlkofen und München Ost (Friedenstraße) ohne Halt in Markt Schwaben, die Züge verkehren zwischen Mühldorf und Markt Schwaben.
Ihre Südostbayernbahn

Güterzug entgleist: Bahnstrecke nach Mühldorf bis Montag dicht!

https://www.innsalzach24.de/bayern/muenchen-gueterzug-entgleist-umschlagbahnhof-riem-stoerungen-bahnbetrieb-9824593.html

Isental-Autobahn A94: Das Ende der Diesel-Bimmelbahn GmbH-DB-Töchter in Mühldorf?

Entlang der eingleisigen Diesel-Bahn GmbH-Töchter der DB AG aus Mühldorf am Inn, wird fleißig gebaut: Ab Herbst 2019 ist sie fertig, die sogenannte Isental-Autobahn A94 und dann – ist die Bimmelbahn deutlich langsamer, als die Fahrt mit dem Pkw nach München. Von ehemals 15.000 Pendlern im vergangenen Jahrzehnt büßte die Mühldorfer Südostbayernbahn schon einige ein, 13.000 sind es laut letzten Zahlen noch, die täglich zwischen Mühldorf und München pendeln. Diese Zahl dürfte weiter nach unten gehen und damit noch mehr Pkws täglich nach München rollen. Schuld haben dabei nicht nur die Politik, die dem Autobahn-Bau mehr Priorität einräumte, als dem Bahn-Ausbau, sondern auch die Bahn selbst.
Das beginnt in Mühldorf, wo Bahn-Manager Christoph Kraller und Konsorten nur wenig über ihre Stammkunden wissen oder wissen wollen und im sogenannten Kundenbeirat mit denen reden, deren uralt-Pkw kein adäquater Ersatz zur SOB sein wird. Andere Kunden sind froh, wenn es endlich eine Alternative zur Bahn gibt, die zuverlässiger fährt und einen enormen Zeitgewinn und vor allem Privatsphäre verspricht. Freizeit, Lebenszeit, Lebensqualität, von all dem, kann in den Zügen der SOB keine Rede sein.
Alleine die Annahme, alle Pendler würden rund um den Ostbahnhof arbeiten oder in München ohnehin keinen Parkplatz finden, wie SOB-Chef Kraller vor Jahren in einem persönlichen Gespräch äußerte, sind schon fast bemitleidenswerte Aussagen von Managern, die längst den Bezug zur Realität verloren haben, zur Stammkundschaft und den Menschen im Lande.
Unvergessen bleibt dabei, wie die SOB-Obrigkeit aus Angst das ‚Laufen‘ lernte, als es vermehrt Beschwerden über Verspätungen diverser Pendler-Züge vom Münchner Haupt- zum Ostbahnhof gab: Da wollten die SOB-Manager am Bahnsteig Rede und Antwort stehen und als just in dem Moment erneut eine Verspätung auf der Anzeige erschien, wurde das behäbige Pendler-Volk, wie Kühe beim Bergwandern: Plötzlich machten diese Pendler einen Schritt auf die ‚Macher‘ der Bahn zu, die fühlten sich bedrängt, deren Adrenalin stieg in dem Moment, manch einer begann zu laufen und musste einsehen: Die Eisenbahner-Welt ist weitab der Vorstellung der Kundschaft mit pünktlichen Bahnen und sicheren Anschlusszügen.
Diese Kundschaft aber – kann sich scheinbar Schöneres vorstellen, als weiterhin Freizeit und damit Lebenszeit in der Bahn zu verlieren. Da mögen die Manager plötzlich Innovationen für die Zukunft entwerfen, der Alltag sieht einfach trist aus: Großraum-Abteile, in denen eine schrille Stimme dafür sorgt, dass bis zu 40 weitere Insassen keine Privatsphäre haben, sondern sich die geistigen Ausfälle ganzer Berufsstände täglich hören müssen.
Wenn dabei noch der Handy-Akku leer wird, umso schlimmer, solche Akkus können zwar neuerdings selbst im Stadtbus in Mühldorf auf dem Weg zum Bahnhof geladen werden – nicht aber in den hochmodernen Zügen der SOB. Die Eisenbahner haben von USB-Ladestationen noch nichts gehört, sinnfrei gibt es dafür neuerdings reservierte Parkplätze vorm Bahnhof für E-Autos samt Tankstelle. Doch gerade beim nach wie vor schlechtem Mobilfunk-Empfang auf der Bahnstrecke Mühldorf-München, würde mancher lieber Youtube streamen oder Netflix gucken, als sich die Storys von Eisenbahn-Junkies anhören zu müssen, auf dem Weg oder von der Arbeit.
Kein Wunder also, dass die Züge im Winter voller und im Sommer leerer werden. Manch einer steht dann doch lieber im Stau, als sich in Schrittgeschwindigkeit Bahnsteig-Sanierungen zwischen Markt Schwaben und München Ost ansehen zu müssen. Die waren ohnehin beim viergleisigen Ausbau (Gott hab ihn seelig), irgendwann gegen Ende der 90er Jahre vorgesehen und durchgeplant, nur fiel all das Berliner-Spar-Orgien zum Opfer.
Die nächsten traurigen Gestalten müssen nebenbei, gerade bei Verspätungen, jeden Tag mit ansehen, wie ihnen die S-Bahn zum Flughafen der Linie acht vor der Nase davon fährt. Diese S-Bahn fährt ja nur zu Arbeitsplätzen von Medienunternehmen wie Sky, den BR-Fernsehstudios, Pro7/Sat1 und dergleichen… Wer selbst zum Flughafen muss, nimmt wohl nur im Urlaubsfall die Südostbayernbahn. Wer öfter ins Erdinger Moos fährt, wählt den Pkw. Damit braucht man von Mühldorf aus nur die Hälfte der Zeit, der Parkplatz am Airport ist sicher, mit der SOB dauert der Weg dahin- ohne Puffer- länger und ob man pünktlich ankommt, weiß der geneigte Fahrgast ohnehin nie.
Da kann die Bahn schon damit werben, in vier Stunden von München nach Berlin zu düsen – das Hauptproblem, pünktlich am Hauptbahnhof in München anzukommen, bleibt aus allen Himmelsrichtungen gleich.
Der Flieger als bessere Alternative samt Fahrt mit dem Pkw ins Erdinger Moos ist genau das, wovon Kraller & Co. und all die anderen Bahn-Manager in Bayern keine Ahnung haben. Oder haben wollen. Manchmal bleibt der Eindruck, die Bahn will den Status Quo nicht sehen, dafür sprießen wahnwitzige Ideen, die unterm Strich nichts besser werden lassen.
Zumindest in den nächsten zehn Jahren. Was dazu führt, dass ganze Generationen mit dem Thema Bahn abgeschlossen haben und sich nur nach einem sehnen: Ruhe, Zeit für sich, weniger ÖPNV-Mitmenschen, vor allem aber planbar und pünktlich anzukommen. Der Ruf der Bahn ist da nicht mehr zu retten.